Mal wieder ist es so weit die Rommels machen sich auf in die USA. Diesmal nach Orlando, Florida.
Diesmal startete unsere Tour von Düsseldorf. Wir hatten dort ein Hotel gebucht wo wir auch unser Auto den Urlaub lang stehen lassen konnten. Am Sonntagmorgen holte uns etwas verspätet ein Fahrer vom Hotel ab und brachte uns zum Flughafen.
Ich hatte am Vorabend schon via Internet den Check In gemacht und wir brauchten also nur noch unsere Koffer abzugeben. Dachten wir zumindest. Am Flughafen angekommen, stellten wir uns in der Reihe an, in der der Monitor signalisierte Gepäckabgabe. Am Schalter angekommen sagte man uns aber, dass dies nur die Gepäckabgabe für einen bestimmten Flug war. Also wieder in die andere Reihe angestellt. Am Schalter angekommen konnte ich nun die Koffer aufs Band stellen. Und dann kamen ca. 20 Fragen zu Gepäck, Inhalt, Herkunft und Flugverhalten. Nach diesem Marathon erhielten wir dann aber endlich die Bordkarten (warum hatte ich die dann schon am Vorabend drucken müssen?) und konnten zu den Sicherheitsschleusen. Dort ging dann alles ganz zügig und wir waren im Handumdrehen am Gate. Da wir noch etwas Zeit hatten und es diesmal die Einreisepapiere schon am Schalter gab füllte ich alles aus und dann konnten wir auch schon einsteigen. Aber nicht ohne noch mal nach unserem Handgepäck und dessen Inhalt gefragt zu werden. An Board gab es dann eine freudige Überraschung als der Captain sagte, dass wir eine Stunde eher da wären. Der Flug war angenehm ruhig, nur die Dame hinter mir musste ständige Ihrer Nachbarin lauthals erzählen was im Film gerade passierte, somit war nicht viel mit schlafen.
Da wir diesmal keinen Direktflug hatten, ging es erst nach Detroit. Der Flughafen ist sehr schön angelegt und auch die Einreise verlief sehr zügig und ohne Probleme. Größte Neuerung dabei ist, man muss jetzt nicht nur den Zeigefinger scannen sondern alle Finger. Aber auch das geht dank neuer größerer Scanner ohne Probleme. In Detroit ist es so, dass man die Gepäckstücke aber noch mal vom Band nehmen muss und damit durch die Zollkontrolle muss und dahinter sie noch mal durchleuchtet werden und dann wieder auf Band kommen.
Nun hatten wir 5 Stunden Aufenthalt und schauten uns erstmal den ganzen Flughafen an. Der Amerikaner an sich ist Lauffaul und dafür gibt es Laufbänder. Soweit okay. Das man aber in einem Terminal eine Monorail baut um von Gate 1 zu Gate 50 zu kommen und dabei weniger als 20 Schritte braucht finde ich etwas übertrieben.

Saera hingegen suchte indes einen Platz zum Rauchen. Einzige Möglichkeit war eine Bar in der man rauchen durfte. So wurde eine Cola bestellt und sie konnte erstmal ihrer Sucht nachgehen.
Irgendwann waren auch die 5 Stunden rum und es ging zum Abfluggate. Es kam eine Durchsage das die Maschine überbucht ist und wer will bekommt 300$ und einen Flug am nächsten Tag. Aber wir wollten nicht warten und am nächsten Tag wieder Stundenlang am Flughafen verbringen. Aber es fanden sich ein paar und so konnten dafür andere Mitfliegen, die unbedingt noch nach Orlando mussten.
Die Maschine war klein und eng und scheinbar mit der Masse an Menschen in Ihr völlig überfordert. Aber nach so einem langen Tag will man einfach nur ins Bett und einem ist eigentlich alles egal. Dies änderte sich nach ca. einer Stunde Flug. Der Mann hinter mir stand auf und wollte scheinbar zur Toilette. Soweit nichts Ungewöhnliches und ich wollte mich schon wieder zum schlafen hinlegen, als er zwei Reihen weiter zusammenbrach. Saera sprang sofort auf und rannte zu ihm. Ein paar Fluggäste schrieen nach den Flugbegleitern und diese eilten auch zu dem Mann. Nach ein paar Minuten stand er wieder auf und wurde zu seinem Platz zurückgebracht. Sichtlicht schlecht sah er aus und die Flugbegleiter informierten den Captain. Dieser musste nun entscheiden: Umdrehen, Notlanden oder weiter fliegen. Der Mann betonte immer, dass es ihm gut gehe und er nur heim wolle. Also informierte der Captain den Tower und wir flogen mit Priorität nach Orlando. Unsere Ankunftszeit war für 23:59 Uhr veranschlagt und genau um diese Zeit waren wir auch am Terminal und bereits ausgestiegen. Saera musste als Ersthelfer noch Ihre Daten hinterlassen, im Falle wenn der Herr die Fluggesellschaft verklagen will. Und so hatte Saera ihren ersten Auslandseinsatz. Mal sehen ob wir was von der Fluggesellschaft bekommen.
Nachdem wir unsere Koffer bekommen hatten ging es zur Auto-Vermietstation. Ich war so Müde und wollte eigentlich nur ins Bett und als der Vermieter mir auch noch ein größeres Auto und eine Versicherung aufschwatzen wollte wurde ich leicht sauer.
Ich buche nämlich immer ein Paket mit dem kleinsten Modell und allen Versicherungen. Aber in den USA gibt es so kleine Autos recht selten und man bekommt dann im Parkhaus gesagt das es ihnen leit tut das das gewählte Model nicht da sei und man sich doch einen größeren Wagen nehmen sollte um die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen. Dies war auch diesmal so und so bekamen wir einen Chevrolet HHR.

Mit dem ging es auf direktem Wege ins Hotel. Dort angekommen erwartete man uns schon und wir vielen Tod ins Bett.